Nomtsas Safaris - Reiseberichte

Nomtsas Safaris

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Reiseberichte

Vogelwelt Schneider - eine Birdingreise von Nomtsas Safaris für Albatros Tours

Hier finden Sie den Reisebericht der Birdingreise "Vogelwelt - Schneider" als Reisebericht Vogelwelt Schneider. geschrieben von Albert Voigts.

Hier finden Sie den Bericht dieser Reise von Ornithologie Dr. Klaus Gerdes. Wir von Nomtsas danken Herrn Dr. Klaus Gerdes für diesen Bericht und dass wir Ihn hier veröffentlichen dürfen. Reisebericht Namibia von Dr. Klaus Gerdes

 

Rundreise Noetzel - Namibia und Etoscha West – August 2008

Die Gruppe Noetzel kam in drei Parteien an, drei Flüge, einmal verlorenes Gepäck und dennoch gab es am nächsten Tag nur gute Laune und eine innere Ruhe in mir – das wird eine super Safari.

Die lange Strecke in den Etoschapark wurde gefüllt mit Hererogeschichte, naturkundlichen Erklärungen über Termitenarten und warum unterwegs so viele sehr hohe Hügel stehen, einige Raubvogelbeobachtungen und hier und dort schon der erste Witz. Der Asphalt vor uns wie eine lange schwarze Schlange – es sollte alles noch etwas ungemütlicher werden, aber diese Strecke lag noch vier Tage vor uns.

Etoscha war eigenartig. Ich hatte etwas mehr Tiere erwartet und weniger Touristen und musste umplanen. Frühes Aufstehen war gefragt und gezielte Punkte wollte ich ansteuern, damit meine Gäste ungestört Tiere beobachten können. Das natürliche Wasserloch Rietfontein lieferte dann auch wie erwartet einen Löwen, der dann von einer Löwin umschwänzelt wurde – ein herrliches Schauspiel umrandet von hunderten von Zebras (übrigens das typische Steppenzebra der antiquorum Unterart – die mit den hellen ungestreiften Beinen), Gnus, Springböcken und einigen Rotkuhantilopen.

Am Halali Wasserloch kam abends dann ein Spitzmaulnashorn – schön beleuchtet. Kalkheuwel war überwältigend und der Traum, einmal eine wilde Elefantenherde zu sehen, wurde Marlen in doppelter und dreifacher Ausführung vergönnt. Während sich über vierzig Elefanten am Wasser amüsierten, sprangen Impala in hohen Sätzen hinter unserem Safariwagen an die Wasserstelle, Elandbullen ließen sich von der Sonne erwärmen, eine kranke Hyäne schleppte sich an den Rand des Wassers und Giraffen schauten neugierig dem ganzen Treiben zu. Mir fehlten die sonst hier immer in großen Mengen trinkenden Goldbugpapageien – komisch, dass sie nicht mehr da sind – aber auf Onguma haben wir sie dann doch beobachten dürfen.

Das Onguma Bushcamp ist eine Unterkunft, wie Nomtsas Safaris gern anbietet: wenige Zimmer, sehr individuell, kein überzogener Luxus, dennoch sehr schön sauber und gepflegt, super Dienstleistung, gutes Essen und sehr naturnahe offene Lage. Die Bäume sind nicht nur mit den typischen „Lodgevögeln“ wie Maskenbülbül, Lärmvogel, Kapsperling und Namaquatäubchen besucht, sondern auch von Weißscheitelwürgern, Goldbugpapageien, Rüppelmeisen, Perlkauz und sogar von einem Milchuhu. Der recht lange Weg durch die Natur bis auf die Lodge wirkt eher schön als störend – man hält oft an, fotografiert einen Termitenhügel, entdeckt einen Kronenducker, Kudu oder Damara Dik Dik und freut sich an den offenen Galeriewäldern aus Kameldornakazien bestehend.

Im Ovamboland besuchten wir die alte Finnische Mission. Martii Rautanen, Nakambale genannt – der Mann mit Hut – hatte hier in der Mitte achtziger Jahren des vorletzten Jahrhunderts das Evangelium in das Land der Ndonga Ovambo gebracht. Wir genossen eine Führung durch das wirklich interessante Museum, obwohl ich ja nun wirklich keine Lust auf Museum hatte, den traditionellen Ovambokraal und auch eine bewohnten Kraal. Vor uns wurde gelacht und Mahango gestampft, den wir dann zum Mittag serviert bekamen – als Brei, mit Huhn, nicht so prickelnd, musste aber sein und hat Spaß gemacht.

Am gigantischen Baobab, Affenbrotbaum, bei Ombalantu konnte ich endlich brütende Senegalschwalben beobachten. Der Gruppe war gar nicht klar, wie selten uns diese Vögel vor das Fernglas fliegen. Ein paar Wiedehopfe rangelten um Platz in den riesigen Ästen des Baobabs. Der Baum ist so groß, dass er ausgehöhlt werden konnte und nun einer kleinen Kirche dient. Muss man gesehen haben.

Die schreckliche Strecke am Kunene entlang bietet solch herrliche Landschaften, dass die scheinbar endlose Schüttellei im Auto schnell in Vergessenheit gerät. Nach einem langen Umweg durch das karge Kaokoland treffen wir auf eine unerwartete Naturschönheit. Schwarze glitzernde Himbakinder plantschen in den felsigen Randstufen der Epupa Wasserfälle. Man ist freundlich, schwitzt und fotografiert – Kinder bekommen Leckereien, Mütter verkaufen Ihre Handarbeiten und Männer warten auf bessere Zeiten. Der Besuch am Kraal der Himba ist ganz interessant, wir nutzen immer einen lokalen Himbaguide, der meinen Gästen die Kommunikationsbrücke zu den Himba bieten soll. Nach viel Ocrefett und Ziegenstaub ziehen wir los – über Opuwo nach Hobatere.

Auf Hobatere kommt die Natur zu Dir. Ein Gebiet voller Wildnis und neuer Entdeckungen. Etwas unausgeschlafen trafen wir uns zum Frühstück, der Löwe brüllte die die ganze Nacht und soll sich um fünf heute Morgen am Wasser vor der Lodge mit seinem Weibchen vereint haben. Begeistert wurde am Tisch jedoch von einer ganz anderen Löwenart berichtet – dem Ameisenlöwen. Auch wurde über Ginsterkatzen, Springhasen und Erdferkel gesprochen, die Nachtpirsch sollte auch noch mal wiederholt werden – so ist Hobatere eben. Der Pool liegt direkt am Ansitz, so darf man sich auch mal mit Bikini vor einen Wüstenelefanten stellen.

Bergzistensänger – Cisticola subruficapillus .Als ich am Südrand des Grootberg etwas am Geröllhang herunterging, konnte ich in der Dämmerung noch einige Vögel hören, jedoch kaum mehr gut sehen. In einem kleinen Busch steckte plötzlich ein kleiner Zistensänger hervor – ca. 40m entfernt. Irgendwie kam mir sofort der Bergzistensänger in den Sinn. Ich spielte kurz seinen Ton ab. Der Vogel reagierte so heftig auf den Ton, dass ich das Tonband sofort wieder ausmachte. Direkt vor mir saß er nun, klitzeklein. Mir fiel auf, dass er ein wirklich sehr deutlich graues Rückenkleid trug, wie aufgelegt. Auch hatte er, im Gegensatz zu allen Zeichnungen der Vogelbücher, eine recht deutlich sichtbare weiße Augenbraue. Ich hatte vorher am Oranjefluss Bergzistensänger gesehen, die wesentlich weniger grau am Rücken trugen – auch war dieser Vogel ganz allein, am Oranje konnte ich mindestens 10 beobachten.

Wir haben noch 10 wunderschöne Tage vor uns… .

Hier die Version der Noezels:

Am 16. August fuhren wir nachmittags mit dem Zug nach Frankfurt. Dort starteten wir um 22.00 Uhr nach Windhoek. Am 17. trafen wir früh dort ein und Albert (Voigts von Schütz) holte uns am Flughafen ab, es hatte in der Nacht in Windhoek Frost gegeben – es war ja dort Winter. Wir lernten beim 2. Frühstück unsere 4 Mitreisenden im idyllischen Sonneneck kennen und hatten eine Wiederbegegnung mit Windhoek. Der 2. Tag brachte uns dann über Okahandja mit geschichtlichen Hinweisen in die Etoshapfanne nach Halali, wo wir nachts am Wasserloch 3 Nashörner beobachten konnten. Auf dem Weg dahin sahen wir schon 2 Elefanten – (näher als vor 4 Jahren), aber Marlen hatte immer noch Angst keine Elefanten zu sehen. Der dritte Tag brachte uns die Begegnung mit vielen Tieren, die wir großenteils auch schon vor 4 Jahren gesehen hatten und dann sowohl ein Löwenpaar ganz nahe und – ganz viele Elefanten ( ca. 40) da waren sie endlich noch näher – Marlens Jugendtraum erfüllte sich. Außerdem waren es nicht die letzten auf dieser Reise. Den Abend verbrachten wir im romantischen Onguma-Bushcamp mit eigener Wildbeobachtungsstelle. Der 4. Tag sah uns wieder in der Etoshapfanne, wir erlebten wieder die Dik Diks, Giraffen, Zebras, Gnus, und die vielen verschiedene Antilopenarten und wieder Elefanten, Elefanten und einen schönen Abschluß in Onguma. Hier in der Etosha an den Wasserlöchern lernten wir – im Vergleich zum letzten Mal – den besonderen Vorteil von Alberts Wagen kennen, man konnte das Verdeck öffnen und hatte zum Fotografieren und Beobachten den Rundumblick.
Der 5. Tag führte uns ins Ovamboland, wir machten wieder Halt an der ehemaligen finnischen Missionsstation und dem Museumskral. Eigentlich kannten wir das schon, aber Albert machte es zum neuen Erlebnis, wir besuchten zusätzlich einen bewohnten Kral und erlebten das Leben dort. Anschließend bekamen wir Ovambokost. Abends besuchten wir den Markt in Oshakati und hatten auch ein schöneres Hotel als vor 4 Jahren.
Der 6. Tag war dann ziemlich anstrengend. Es ging quer durchs Ovamboland über die Oshonas (flache Flüsse, die das Land fruchtbar machen) zunächst zu einem riesigen Affenbrotbaum, in dem sich zeitweilig ein Postamt befand, jetzt gibt es im Stamm des Baumes eine kleine Kapelle zum Heiraten. Die Landschaft war völlig anders und wechselte ständig. Am Kunene machten wir Mittagsrast und dann wurde die Piste immer schlechter und wir freuten uns auf: die Epupafälle. Wir waren beeindruckt und begeistert und wären am liebsten länger dort geblieben, leider waren die wenigen Schlafplätze für den nächsten Tag schon vergeben. Dafür hatten wir im nächsten Quartier einen Tag länger. Vorher besuchten wir noch einen unberührten Himbakral, in dem wir das dortige Leben miterleben konnten. Danach ging es ans westliche Ende des Etosha-Nationalparks, dem Wildschutzgebiet von Hobatere. Mittags aßen wir auf der schönen Lodge von Opuwo. Als wir an der Hobatere-Lodge eintrafen, sahen wir schon wieder Elefanten. Wir wurden gewarnt, die Elefanten könnten an den Pool kommen und Löwengebrüll hörten wir ziemlich nah die ganze Nacht und die Spuren waren auch hinter den Unterkünften zu sehen. Wir beobachteten viel Wild, machten eine interessanten Nachtpirschfahrt, eine Wanderung morgens mit einem bewaffneten Führer und nachmittags eine Pirschfahrt mit einer sehr nahen Begegnung mit einer Löwin, die eine Giraffe jagte und einem mächtigen Löwen in etwa 8 Metern Entfernung, der auch immer wieder sein Gebrüll ertönen ließ. Auf den Wildbeobachtungsständen saßen wir viele Stunden und abends genossen wir - wie jeden Abend - das gute Wildfleisch aus Namibia.
Der 10. Tag führte uns dann zur landschaftlich besonders schön gelegenen Grootberg-Lodge, wo wir eine schöne Spätnachmittags-Pirschfahrt machten.
Der 11. Tag führte uns nach Twyfelfontain, wo wir sehr nah die Wüstenelefanten trafen. 14 Tage vorher hatte sie Gunhild dort auch gesehen, nur wegen der Geburt von kleinen Elefanten waren sie offenbar immer noch da. Die anderen Sehenswürdigkeiten: versteinerter Wald ( hier erlebten wir einen anderen Wald und bekamen sehr viel mehr zusätzliche Informationen), die Felszeichnungen, der verbrannte Berg, sowie das Orgelpfeifental fanden wir wieder schön, obwohl wir das schon kannten.
Der 12. und 13. Tag war dann in Swakopmund. Wir fanden die Stadt und die Sonnenuntergänge wieder sehr schön, Die Bootsfahrt in der Walfishbay war dann diesmal sehr aufregend, da wir Buckelwale beobachten konnten, nachmittags machte Marlen noch einen Rundflug über Wüste und Küste und war sehr begeistert. Ich genoß das schöne Städtchen mit den vielen Jugendstilbauten.
Der 14. Tag führte uns zu den Welwitschias, der Mondlandschaft, auf die Tinkasebene ( steht nicht auf dem Plan vieler Touristen) war aber landschaftlich besonders schön, wir besuchten den Henno Martin Shelter ( hier versteckten sich 2 deutsche Geologen während des 2. Weltkriegen über 2. Jahre und lebten in der Wüste). Zum Sonnenuntergang trafen wir auf der schönen Rostock Ritz Lodge ein, wo ein Zebra in die Bar kam. Wir bedauerten, dass wir hier nur so kurz bleiben konnten, denn morgens ging es vor Sonnenaufgang zum Sossusvlei. Der Sonnenaufgang war wieder ein grandioses Erlebnis. Wir hatten bei der Routenplanung gesagt, dass wir dies unbedingt ein 2. Mal erleben wollten. Die zu besteigende Düne war auch besser ausgesucht. Auch der Sesriem-Canon wurde uns diesmal sehr viel besser erklärt und gezeigt.
Am späten Nachmittag waren wir dann auf der Gästefarm Neuras. Eins von den 2 namibischen Weingütern ( nicht sehr groß). Das ist eine Oase in der Wüste, weil es dort ausnahmsweise viel Wasser gibt mit idyllischen Quellteichen. Der Wein war ausgezeichnet und ist mangels Schädlingen ein reiner Ökowein. Wir machten dort eine interessante Wanderung in die so genannte Teufelsschlucht, vom Leoparden konnten wir nur eine Spur sehen, aber viele andere Tiere wie Bergzebras, Oryx, Klippschliefer, Springbock, Klippspringer.... haben wir neben vielen Vögeln natürlich gesehen. Überhaupt haben wir viele Tiere gesehen sowohl was die Arten angeht als auch die Zahlen. Wir können hier eigentlich nur die ganz herausragenden Begegnungen aufzählen, sonst würde die Liste zu lang. Wir können eher aufzählen, was wir nicht in freier Wildbahn gesehen haben: Krokodil, Nilpferd, Gepard, Leopard
Ursprünglich sollten wir am 17. Tag auf Nomtsas abgesetzt werden, der Jagd- und Gästefarm von Alberts Eltern, und wir wollten dort unsere Geburtstage feiern. Zwischendurch hatte uns Albert aber überzeugt, dass wir vielleicht noch eine 2. Fahrt in Namibia machen könnten und so fuhren wir mit der ganzen Gruppe zurück nach Windhoek, die beiden anderen Ehepaare waren für ihre letzten drei Tage noch in Okapuka und wir für eine Nacht noch einmal im Sonneneck.
Morgens kam dann Martin Held und brachte uns den einzigen noch freien Wagen seiner Autovermietung – Albert hatte das von unterwegs genauso organisiert wie auch noch das schöne Hotel in Lüderitz und die schöne Lodge am Fishriver Canon. Das Auto war ein Toyota Avanza (in Südafrika gebaut), das für namibische Straßenverhältnisse mit verstärkten Federn und Stoßdämpfern und - besonders wichtig - mit schotterstraßentauglichen Reifen ausgestattet war (+ 2 zusätzlichen Ersatzreifen). Wir hatten auf 2000 km – im Unterschied zu anderen Selbstfahrern - keine Panne. Wir gewöhnten uns – bei den namibischen Verkehrsverhältnissen (stundenlang kein Gegenverkehr) erstaunlich schnell an Rechtssteuerung und Linksschaltung (Davor hatten wir etwas Bange, zumal wir seit Jahren ja Automatik fahren) und an die Schotterpisten unterschiedlicher Qualität. Unsere erste Etappe betrug knapp 300 km bis zur Farm Nomtsas zu Alberts Eltern (und den Freunden von Ute und Heiner) Die Farm ist etwa so groß wie das Land Berlin. Etwa 20 km vor der Farm kommt man aufs Farmgelände, wir glaubten schon, wir hätten die Einfahrt verpaßt und wollten noch einmal umkehren. Wir wurden von Heide und Heino sehr nett aufgenommen und haben dann drei Tage am Farmleben teilgenommen und viel gelernt, z. B. dass man hier für ein Rind 70 ha benötigt. Wir fuhren mit zur Jagd ( 2 Oryxe, 1 Springbock, 1 Schakal) und wir feierten Marlens Geburtstag.
Dann begann die eigentliche 2. Rundreise: Erste Etappe von Nomtsas nach Lüderitz. Wir beobachteten die sogenannten Wüstenpferde ( ursprünglich wohl Hannoveraner, die aber seit 100 Jahren wild in der Wüste leben) bei der Wasserstelle Garup, warfen einen Blick auf die Geisterstadt Kolmannskoppe und waren dann in dem schönen Hotel Zum Sperrgebiet mit einem herrlichen Blick über Hafen und Buchten. Wir fuhren am anderen Tag morgens mit der Sedina (Weltumsegler – Gaffelschoner) am Diaz-Punkt (Hier hatte der Entdecker Diaz ein Kreuz errichtet) vorbei zur Halifaxinsel zu den Brillenpinguinen, nach Walen haben wir an diesem Morgen vergeblich Ausschau gehalten. Robben, Delfine und viele Seevögel gab es genug zu beobachten. Danach haben wir die Stadt (reiner Jugendstil) und die Haifischinsel besichtigt. Nachmittags waren wir in der Sauna (für uns die einzige Möglichkeit in Namibia).
Am nächsten Morgen brachen wir früh auf, denn über 500 km mit teilweise schlechter Straße warteten auf uns, allerdings landschaftlich und von der Natur besonders schön. Zunächst hatten wir seltene Teerstraße, dann aber am Oranje (Grenzfluß nach Südafrika) gings nicht nur wegen der schönen Ausblicke und Fotostopps nur noch sehr langsam voran. ( Alles Naturparks) Aber am Spätnachmittag langten wir im Canon Road House an. Dort feierten wir am nächsten Tag meinen Geburtstag und genossen die tollen Ausblicke auf den 2.größten Canon der Erde, den Fishriver-Canon. Der Fishriver fängt etwa bei Nomtsas an ( er fließt - wenn er denn fließt – gleich neben den Farmgebäuden). Wir beobachteten dort auch einen Schreiseeadler mit einem großen Wels auf einer Pirschfahrt. Wir überquerten den Fishriver auch an seiner Mündung in den Oranje.
Am 10. September mussten wir wieder eine über 500 km lange Etappe nach Nomtsas bewältigen. Zunächst auf Schotterpiste am Naute Park entlang, dann zu einem der Köcherbaumwälder (!) bei Keetmannshoop und dann auf langer Teerstraße (ziemlich langweilig) wieder zurück nach Nomtsas. Es war wie ein kleines Nachhausekommen. Albert mit seinem Sohn Richard trafen kurz nach uns auch ein. Am nächsten Tag – deshalb hatten wir die letzten Tage auch auf Nomtsas und nicht in Windhoek geplant – sollte die große Rinderauktion stattfinden. Es war sehr beeindruckend. Heino hat auf seiner Farm sehr viele Kräle für das Vieh und sonst alles was man so braucht, einschließlich der entsprechenden Elektronik. Der Versteigerer hat eine hohe Bühne und das Publikum ansteigende Sitzreihen unter einem Sonnendach. Die Versorgung erfolgte durch Caterer. Am frühen Nachmittag waren dann fast 1000 Rinder verkauft und wurden großenteils gleich verladen und abtransportiert.
Am letzten Tag hieß es dann Abschied nehmen zunächst von Albert und dann von Heide und Heino und dann gings die knapp 300 km zurück nach Windhoek. Der Autovermieter ließ uns dann zum Flugplatz bringen und wir sahen den letzten schönen Sonnenuntergang auf dieser Reise und warteten auf den 10-stündigen Rückflug, der das Unangenehmste dieser Reise war. Der Zug brachte uns dann ohne Umsteigen am Rhein entlang nach Hause. Frankfurt empfing uns mit Schmuddelwetter, aber ab Wuppertal schien dann wenigstens die Sonne. Am 13. 9. mittags waren wir in Osnabrück, aber noch lange nicht angekommen. Für alle, die wie wir ein 2. Mal nach Namibia oder die ein erstes mal nach Namibia wollen, können wir nur einen der besten Reiseleiter dort empfehlen: Albert (www.nomtsas.de) , er organisiert die Reisen zu den kleinen und individuellen Lodges und berücksichtigt viele individuellen Wünsche. Wir waren beim ersten mal in Namibia schon sehr gut betreut und hätten nie gedacht, dass das noch steigerungsfähig sein könnte. Jetzt sind unsere Ansprüche noch höher. Wir haben zwei volle Fotoalben und den ersten Film zur Erinnerung.

Rundreise Knabben Nomtsas Safaris durch Namibia – Juni 2008

Protokoll einer Reise nach Namibia vom 30.05.08 bis 18.06.08, d.h. südlich vom Äquator ist Winterzeit.

Allgemeine Informationen Namibia hat geschätzt 2,1 Millionen Einwohner, 824268 km² Land, davon 60% Wüste. Die Uhr wird eine Stunde vorgestellt. Generell ist es in der Sonne sehr warm 37°C, Ein Sonnenschutz ist erforderlich und nach Sonnenuntergang, bzw. vor Sonnenaufgang ist es kühl 11°C, eine Jacke ist empfehlenswert.

Der nächtliche Sternenhimmel mit dem Kreuz des Südens und der Milchstraße sind bei absoluter Dunkelheit überwältigend. Die absolute Dunkelheit beginnt um 18.30 Uhr und endet um 05.30 Uhr. Wo auf der Welt, außer auf dem Friedhof, und nicht mal da, gibt es eine solche Ruhe wie in den Nationalparks Namibias. Die Ruhe wird angenehm unterbrochen vom Gezwitscher vieler Vogelarten, Windgeräuschen und dem Glucksen von im Winter fast versiegter Quellen. In den Zimmern und Zelten der Lodges gibt es weder Fernsehen, noch Radio, noch Zeitungen, wozu auch. Telefon funktioniert nur in Städten und Lodges.

Außer in Swakopmund und Walfisbay befinden wir uns auf 600 bis 1400 m, meistens auf 1000 m über dem Meeresspiegel. Keine Reiseliteratur über Namibia kann wiedergeben, was einen vor Ort überwältigt, Natur pur wie Fauna, Flora und Geologie. Die Mahlzeiten in den Lodges bestehen aus einem Menü ohne Alternative, außer man bediente sich am Buffet, soweit vorhanden.

Bei der Ein- und Ausreise Namibias müssen Zollerklärungen ausgefüllt werden. Benzin kostet 92 Namibiacent/Liter. Der Umtauschkurs ist bei Antritt der Reise 1 € = 10,10 N$ und bei der Abreise 1 € = 12,77 N$ (bleibt man lange genug in Namibia, kostet die Reise nix?). 30.05.08 Wir verlassen Landsberg am Lech um 16.00 Uhr mit Hagelstümen. Der Flughafen FJS wird um 16.50 Uhr erreicht, der BMW um 17.15 Uhr zum Urlauberparkplatz P41 gefahren, 8 Tage 52 Euro, jeder weiterer Tag 2 Euro. Mit der S1 erreiche ich um 17.45 Uhr wieder im FJS. Ab 19.05 Uhr können wir einchecken bei SAA Um 22.30 Uhr hebt der Airbus mit einigen freien Plätzen in der Economy Class ab nach Johannesburg. Das Gepäck wurde bis Windhoek aufgegeben. Ersatzwäsche und Körperpflegemittel in Rucksäcken verstaut, falls die Koffer nicht zeitgleich mit uns eintreffen. 31.05.08 Um 09.15 Uhr landen wir in Johannesburg. Wetter sonnig, 18 Grad Celsius. Da wir die Bordkarten fur den Weiterflug nach Windhoek besitzen gehen wir zum entsprechenden Gate. Um 10.20 Uhr fliegen wir nach Windhoek und landen dort um 11.55 Uhr Ortszeit nach 2 Stunden Flugzeit.

Rita hat Kreislauf. Albert Voigt von Schütz begrüßt uns, völlig verrotzt durch eine Erkältung, und bringt uns nach Geldumtausch (900 Euro = 10.099,75 N$) zur Okapuka Lodge. Gemütliche Zimmer, Swimming Pool, Warzenschweine auf der Wiese, tolle Bar. Am Eingang zur Lodge warnt eine Tafel vor Krokodilen und Löwen, falls man meint, nachts losziehen zu müssen. Fast wären wir auf eine Schildschrecke gelatscht. Vor unserem Zimmer tummeln sich Webervogel in Kerzen- und Kameldorn- und Schirmakazien. Überhaupt gibt es hier eine vielfältige Vogelwelt, Rotbrustwürger (Reichsvogel, schwer zu fotografieren), Rostschwanzschmetzer, Termitenschmetzer, Lerchenarten, Steinschwalben, Mäusevögel auch Fledermäuse. Die Warzenschweine sind mit ihren Jungen am Wegesrand zu unserer Unterkunft, daher respektieren wir ihre Äsung bis sie weiterziehen. Und, ganz toll, es gibt keinen Fernseher im Zimmer. Wir haben einen Tisch im lodgeeigenen Restaurant reserviert, da die Lodge gut besucht ist, auch von Deutschen. Es gibt u.a. Oryxantilopenstaek und mit Käse gefüllten Fisch. Nachts meinen wir Löwen brüllen zu hören. Es gibt 24 Stunden Strom. 01.06.08 Uhrzeit um 1 Stunde auf Namibiazeit zurückgestellt.

Um 8.00 Uhr wird gefrühstückt. In Windhoek besuchen wir Katutura. Rohes Fleisch, Obst und Gemüse wartet an Verkaufsständen in sengender Sonne auf Käufer. Teils illegale Wellblechhütten, arbeitslose und verarmte (falls die je etwas besessen haben) alkoholabhängige Schwarze. Die Siedlung wurde vor Jahrzehnten für Eingeborene errichtet. Die Stadtrundfahrt durch Windhoek wird mit dem Nomtsas Jeep erledigt. Der Bahnhof mit einer alten Schmalspurdampflok und Waggons sowie alten Dieselloks wird gesichtet, Tintenpalast, Reiterdenkmal, Christuskirche und Supermarkt zum Getränkebunkern werden erledigt. Im Namibia Handcraftcenter werden Souveniermagnete, ein Armband, einen geschnitzter Bleiholzelefanten und 4 handbemalte Tassen beschafft.

Nach einem Snack auf der Okapuka Lodge wird an einer Pirschfahrt teilgenommen. Neben Giraffen, diversen Antilopenarten, Warzenschweinen, Kudus, Springböcken und Säbelantilopen ist die Hauptattraktion die hautnahe Begegnung mit Breitmaulnashornern. Beeindruckend, ein mullmiges Gefühl macht sich breit, wenn man sich vorstellt, daß das Nashorn nicht weiß, daß der Guide meint, daß die Tiere einem nichts tun, wenn man nicht hektisch reagiert, oder versuchen würde die Tiere zu berühren. Anschließend hätte man noch an einer Löwenfütterung teilnehmen können, aber nein Danke. Abendessen diesmal Antilopenstreifen mit Tomaten und anderem Gemüse.

Mit Albert unterhält man sich schon über Familie und Beruf. 02.06.08 Nach dem Frühstück geht es zu Alberts Büro in Windhoek und anschließend zur Nomtsasfarm. 3 Stunden Fahrzeit davon 2 Stunden auf Pad. Bärenpaviane am Strassenrand, Granithaufen, Esel und Ziegen. Schwarze fahren in Kutschen gezogen von Eseln. Dunkle Wolken ziehen auf, es donnert, die Temperatur fällt. Nach der Begrüßung durch Alberts Eltern gibt es Gulaschsuppe, Kaffee und Kuchen. Der Vater hat noch am Vormittag 10 Springböcke geschossen und zerlegt. Als wir kamen wurden noch die Häute gereinigt, Köpfe lagen zur Herstellung von Trophäen bereit. Man verdient an Rinderwirtschaft. Hund, Katze und ein weibliches Erdmännchen laufen auch durch die Wohnung, Eine Tour, wegen starkem Wind im geschlossenen Wagen, ging querfeldein über trockenes Gras, ausgetrocknete Flußbetten bis auf eine Hochebene von der man Strauße, Springböcke, Namaquas (Flughühner), Schabrackenschakal und eine Giraffe mit seinem Jungen sehen konnte. Der Sonnenuntergang wurde gefilmt und fotografiert. Es gab Gin Tonic am Jeep vor der Rückfahrt. Zum Abendessen gibt es Oryxantilopenfleisch, Kartoffeln, jawohl Kartoffeln aus eigenem Anbau, Sauerkraut, Tomatensalat und Wackelpudding mit Vanillesauce. Strom, außer für Tischlampen, die brennen immer, gibt es morgens und abends. 03.06.08 Noch ein Tag auf Nomtsas. Pirschfahrt mit Jeep auf der Nomtsasfarm. Der Fahrtwind ist kühl bei rasanter Fahrt. Das Gelände erfordert fahrerisches können und schaukelt die Passagiere gehörig durch. Festhalten ist angesagt. Lerchenammern, Nonnenlerchen, Elandantilope, Schabrackenschakal, Giraffen, Strausse. Ein Straußenmann kommt gereizt auf den Jeep zu. Giraffen werden mit dem Jeep verfolgt. Als der Jeep stoppt, werden wir neugierig, aber aus großer Entfernung, beäugt. Der Fishriver fließt durch Nomtsas, wenn er fließt. An einigen Stellen steht Wasser im Flußbett. An einem See sammeln sich Kormorane, Reiher, Bleßhühner, Enten und Gänse. Auffallend und wohltuend ist das kaum Vorhandensein von Fliegen, was im Sommer zur Last wird. Nach 3,5 Stunden sind wir wieder auf der Farm und stärken uns an einer Suppe mit Oryxfleisch und Nudeln. anschließend Kaffee und Kuchen.

04.06.08 Naukluft, Sossusvlei, Sesriem Canyon Schlafzimmertemperatur um 6.30 Uhr 14.4°C. Nach dem Frühstück starten wir zur Naukluft und steigen am Bleßkopf von 1425 m auf 1680 m auf. Bergpaviane meckern. Lerchenammern und Bergstare sind die haufigsten Wegbegleiter. An einer Quelle machen wir Brotzeit, beobachten Vögel und kehren wieder zurück zum Jeep, der die gewünschte Anfahrt auf Grund der Strassenverhältnisse (lose Steine an heftiger Steigung) nicht bewältigt hat. Weiter geht die Fahrt zur Namib Wüste. Zuerst besuchen wir den Sesriem Canyon, aus Zeitgründen ohne Rita. Dann geht es weiter zur Sossousvlei Lodge. strohgedeckte Hütten für Paare mit Schlafzimmer, Dusche und WC. Super das Restauant, heute mit Schwein, Rind und Kudufleisch, Kartoffelauflauf, Couscous, Reis und Sauce. Dazu ein Südafrikanischer Merlot 2006. Polen waren auch da. Man albert mit dem Barmädchen ‚rum. Es gibt 24 Studen Strom.

05.06.08 Besuch in den Dünen. Abfahrt 4.50 Uhr. Wir stolpern durch 14°C kalten Sand nach einer 1 stündigen Fahrt auf asphaltierter Strasse. Camcorder und Fotoapparate werden in Position gebracht und der Sonnenaufgang mit den eingefärbten Dünen aufgenommen. Mit der weiter steigenden Sonne laufen wir noch zum Tal des Todes mit uralten abgestorbenen Akazien. Auf der Rückfahrt zur Lodge sehen wir ein Kudu, Springböcke und Kappentäubchen. Nach dem Lunch, Straussenburger und Schaschlik geht die Fahrt bei über 30°C in der Sonne weiter zum Rostock-Ritz, eine Lodge an den Rotstockbergen mit bunkerartigen Zimmern. Alle Zimmer, auch der Pool sind nach Westen ausgerichtet, um den Sundowner bei Sonnenuntergang genießen zu können. Ein zahmes Zebra strolcht durchs Lodgegelände (wir werden über dieses Exemplar noch staunen). Erdmännchen soll man, wenn man sie sieht, nicht anfassen und schon gar nicht überfahren. Strom zum Laden der Akkus von 18.00 bis 20.00 Uhr, oder morgens von 08.00 bis 10.00 Uhr. Abendessen ala Card. Hühnersalat, Bratfischfilet und Eiscreme. Albert schwächelte etwas, kam aber abends wieder erholt zum Essen.

06.06.08 Weiterfahrt durch den Namib-Naukluft Naturpark, die Namibwüste nach Swakopmund. Von der Rostock-Ritz Lodge, wo ein Zebra mit uns früstückte, geht die Fahrt zum Wendekreis des Steinbocks. Am Gaubfluß vorbei geht die Fahrt zur Gedenkstätte des Henno Martin und Hermann Korn. Interessante Steinvorkommen und reiner Quarz wie auch Rosenquarz. Nun geht es zu einer Wasserstelle in der Namib. Die Temperatur beträgt jetzt am Mittag 37°C. Eine Oryxantilope haben wir mit unserer Ankunft verscheucht und auf einen sich sehr zögerlich nähernden Giraffenbullen vergeblich gewartet. Albert freut sich unbeschreiblich die Namiblerche filmen zu können. Mehrere Strausse und Oryxantilopen beäugen uns mißtrauisch. Die Fahrt geht durch die mondlandschaftartige Wüste weiter bis zur Welwitschiapflanze, besser an tausenden von ihnen vorbei bis zum hier größten Exemplar. Immer wieder versucht Albert mit aufgenommenen Vogelstimmen seltene Vögel anzulocken. Einige Male gelingt das. In der Pension Rapmund in Swakopmund mit Blick aufs Meer bewohnen wir eine Suite und gehen abends zum Essen. Es gibt vorneweg Hühnerleber mit Peri Peri, gegrillten Kingklipfisch, Chardonnay und Vanillecrokant. Es gibt 24 Stunden Strom.

07.06.08 In Swakopmund bietet sich die Gelegenheit zu einer Bootstour zur Besichtigung von Robben und Delphinen mit dem Unternehmen Mola-Mola. Pelikane kommen "hautnah" und fressen Fisch aus der Hand. Robben jumpen an Bord und lassen sich streicheln und füttern. Der Bulle rempelt den Kapitän. Delphine lassen sich, da sie unverhofft mal hier mal da auftauchen kaum filmen oder fotografieren. Nach dem Ausflug bummelt man Richtung Bahnhof, jetzt Hotel, kämpft sich durch Anbieter von afrikanischem Kunsthandwerk (ganze Horden) und besucht das Museum (deutsche Geschichte in Namibia). Noch ein Abendessen in Swakopmund. Es gibt Kabeljau hot&spicy, davor gebackenen Camembert, danach Creme brullee. Vor dem Safarifahrzeug läßt sich eine lebende Parkuhr je Stunde Parkzeit 50 Namibiacent aushändigen.

08.06.08 Weiterfahrt nach dem Früstück zur Erongo-Wilderness-Lodge in 1200 m Höhe. Wir wohnen im Zelt mit festem Bad und Stromanschluß. Lunch mit Penne und Bacon, anschließend Kaffee und Kuchen. Vom Restaurant beobachten wir Rosenköpfchenpapageien. Wir machen für 220 N$/Person eine Pirschfahrt, sehen ein Steinböckchen mit Kind und genießen nach abenteuerlicher Kletterei über Granitfelsen den Sonnenuntergang bei Bier, Gin und Brause. Fast hätte eine Reifenpanne die rechtzeitige Ankunft an der "Grafittihöhle" verhindert. Der Rückweg ist teilweise, wegen der einsetzenden Dunkelheit, nicht ganz ohne, wenn man steile Abstiege nicht mag. Es gibt noch ein Stachelschwein zu sehen. Zum Abendessen gibt es Oryxantilopenfilet, zum Nachtisch Karamelpudding.

09.06.08 Beim Aufstehen um 6.30 Uhr zeigt das Thermometer 11,4 °C. Wir fahren nach dem Frühstück weiter zur Mowani-Lodge. Während des Frühstücks schauen wir frühstückenden Rosenköpfchen, Klippschliefern und Staren zu. Termitenhügel verschiedener Höhe begleiten uns. Am Aba Huab Riverbett versuchen wir Wüstenelefanten zutreffen, vergebens. Wir sehen Mopanebäume und Rinder. In der Lodge eingetroffen erfahren wir, daß man für 450 N$ hätte eine Elefantenpirsch unternehmen können. Mit Albert fahre ich nach dem Lunch zu Felsgravuren, Orgelpfeifen aus Stein und zum verbrannten Berg. Und das Wunder trifft ein, wir treffen auf 22 Wüstenelefanten friedlich grasend. Es gelingen Schnappschüsse und interessante Filmsequenzen. Abends dinieren wir Hähnchenschnitzel und Kartoffeln mit Brokoli, anschließend serviert man Käsekuchen. Wir haben 24.00 Stunden Strom. Halbzeit - sind wir wirklich schon so lange hier, kann jemand mal die Zeit anhalten, sie rennt uns davon!

10.06.08 Nach dem Frühstück fahren wir zur Hobatere-Lodge. Zwischendurch sehen wir Termitenhügel und Rinderherden. An einer Tankstelle wird Hustensaft besorgt. Rita hat Hals. Im Schatten einer Zapfsäule sitzt eine Hererofrau mit Tracht und atmet mit beiden Kindern Benzindämpfe ein. Andere versuchen uns gravierte Anhänger zu verkaufen. Auf der anderen Strassenseite hockt eine Himbafrau. Komisch alle Schwarzen sizten und warten, auf was eigendlich ? Zum ersten Mal sehen wir Bergzebras. Zum Lunch gibt es Toastsandwich mit Salami und Käse und Tomate. Nachmittags nehmen wir Teil an einer Pirschfahrt. Auf der wildbelassenen Lodge soll es Löwen, Geparden, Leoparden und andere afrikanische Tiere geben. Zu sehen sind ein Elefant, viele Zebras und Springböcke, Perlhühner, Tokus, Tauben, Nachthühner und Glanzstare. Zum Abendessen genießen wir Beef Stroganov, Hühnerkeule, Reis und karamelisierte Karotten. Danach Kuchen mit Sahne. Ein Gekko an der Zimmerwand ist unser Freund, da er Moskitos frisst, meint der Juniorchef. Trotzdem lassen wir unser Moskitonetz über dem Bett hängen. Strom gibt es nur von 18.00 Uhr bis 22.00 Uhr, ebenso warmes Wasser. Albert bekommt von uns Hilfe beim kreieren eines Slogens: Namibia ist unbeschreiblich oder Namibia wird alle ihren Erwartungen übertreffen. Man hat ja sonst nix zu tun.

11.06.08 Einen weiteren Tag verbringen wir in der Natur der Hobatere Lodge am Swimming Pool, bzw. an einem ehemaligen Wasserloch. Wir genießen den Tag ohne Pirschtouren. Zum Frühstück trällert das Personal "Happy Birthday". Während eines, aus Sicherheitsgründen nur mit dem Auto erreichbaren, Besuches an einem 300 m von der Lodge entfernten Wasserloches, sieht man Zebras, Oryxantilopen und Springböcke. Keines der Tiere kommt zum einsehbaren Wasserloch. Nach der Rückkehr zur Lodge und nach dem Lunch genießen wir vom Grenzzaun der Lodge aus die Aussicht in die Wildnis. Plötzlich taucht eine Giraffe auf. Alle wollen ganz schnell hingejeept werden. Vom Grenzzaun aus sehen wir als bereitwillig Zurückgebliebene die Giraffe verschwinden. Wir genießen endlich alleine den Blick in die Wildnis. Renovierungsgeräusche in der Lodge stören bis nach Sonnenuntergang. In der späten Nachmittagssonne taucht noch einmal die Giraffe auf. Löwen, trotz Löwenspuren, Leoparden und Geparden: Fehlanzeige. Ein Baumhauspaar soll 4 Löwen gesichtet habe. Man kann nicht überall sein. Nach Sonnenuntergang gehen wir dinieren und stoßen mit Sekt an. War was ? Da Personal singt ein Schnacksellied.

12.06.08 Die Reise geht nach dem Frühstück zum Etoschanationalpark. Unterwegs zur Okaukuejo Lodge, ein Massenabfertigungsladen, trifft man auf Zebras, Springböcke, Elefanten, Gnus, eine Pferdeantilope, Oryxantilopen, Weißbürzelsinghabichte, Grautokus, Gabelralle, Zwergfalke, usw. aber immer noch keine Löwen. Abendessen im Restaurant, Kudufleisch. Gemüse, Tunfischsalat mit gepreßtem Krabbenfleisch. Bis ca. 22.00 Uhr Tiere an der Wasserstelle beobachtet, einen Löwen, 5 Nashörner, eine Giraffe, zwei Zebras und zwei Elefanten. Die Beleuchtung und die Entfernung zu den Tieren ist für Film und Foto zu ungünstig. Durch die Lodge sausen jede Menge Schabrackenschakale. Am nächsten Morgen sieht man dann die Sauerei, die die Tiere dorch das Leerräumen von Mülltonnen angerichtet haben. 13.06.08 Gut gefrühstückt, so gegen 07.00 Uhr, geht die Fahrt weiter durch den Etoschanationalpark zur Musharalodge. Unterwegs sehen wir eine Löwin und später ein Löwenpärchen. Jede Menge Zebras, Springböcke, Schwarznasenantilopen, Rotkuhantilopen, Giraffen, Gelbschnabeltokus, Helmperlhühner, Weißbürzelsinghabicht (was für ein Name?), Gabeltrappen, Marabus, Ohrengeier, Raben, Gänse, div. Lerchen, Schmetzer, Kaptauben und ... diesmal keine Elefanten, keine Nashörner. Die Vogelwelt fesselt einen. Man darf unter gar keinen Umständen im Park außerhalb der vorgeschriebenen Stellen (Toiletten) das Fahrzeug verlassen. Und wenn man unverhofft pullern muß ?... Unterwegs treffen wir auf einen Toyota Avensa aus dem Nomtsas Fuhrpark mit einem Guide und 2 Amerikanern. M.E. gibt das kein Safari-Feeling. Ein Jeep ist nun mal teurer, aber will man wirklich sparen, wenn man die Gesamtkosten einer Namibiareise betrachtet Die Lodge ist "super". Abendessen mit Oryxantilope Kartoffelnpüree und Gemüse.

14.06.08 Ab 07.00 Uhr treten wir nach dem Frühstück einen weiteren Ausflug in den Etoschanationalpark an. An Wasserlöchern sieht man einen Elefanten, viele Giraffen, natürlich Springböcke und Zebras. Lerchen, Schnäpper, Tokos, Rallen und sogar Pelikane, Paradieskraniche und Reiher halten sich an den Wasserflächen in der Etoschpfanne auf. Eine wahre Rundumsicht bietet der Nomtsasjeep mit geöffnetem Hubdach. Ab 13.30 Uhr genießen wir die Musharalodge. Verzehren Hühnerpastete, Tunfischsalat und Bananeneis. Diner mit Elandantilope, Kartoffeln und Pilzsauce, Dessert Mandeltorte. Rita hat Kreislauf. Die Rezeption hat sich freundlicherweise um die Bestätigung unserer Rückflüge gekümmert. Wir erholen uns auf der Lodge und dinieren abends hartes Elandfleisch mit Gemüse. Ein Angeber zeigt uns danach eine von zwei Musharavillen in der er nächtigt.

15.06.08 Nach dem Frühstück, ca. 8.00 Uhr Weiterreise zum Otjikotosee (Oshikotosee steht auf einem Strassenschild) und Okonjima. Okonjima bietet nach dem Lunch einen Game Drive an. Man sieht 5 Wildhunde, die piranasartig in 15 Sekunden Knochen abnagen können. Wir sehen 4 Geparden hautnah. Die Katzen umschleichen den Jeep und warten auf Futter, sind wir es? Auf einem Aussichtsplateau verjagen wir Bergpaviane und genießen den Sundowner bei einen malerischen Sonnenuntergang. Auf der Rücktour zur Lodge wird der Fahrtwind empfindlich kalt. Zum Diner gibt es Kudusteak gefüllt und Gemüse.

16.06.08 Um 5.30 Uhr werden wir geweckt, um an der Löwen- und Leopardentour teilnehmen zu können. Um 6.00 Uhr geht es los. Wir sehen tatsächlich Löwen und Leoparden. Anschließend gibt es Brunch. Weiterreise ab Mittag nach Windhoek. Bonbons werden für die Rückreise im Supermarkt gekauft und noch ein Paar Souveniers im Craft Center. Ein Goldschmied will ein Elefantenhaararmband nach Skizze entwerfen. Wir beziehen für die letzte Nacht Haus Sonneneck und dinieren letztmalig mit Albert, Burger und Rippchen. Kurzer herzlicher Abschied. Man sieht sich, z.B. auf der C-B-R in München. Alles war super.

17.06.08 Frühstück, Koffer packen, ab 10.00 Uhr am Windhoeker Flughafen. Die verbliebenen 183,30 N$ werden beim nächsten Namibiabesuch ausgegeben. Die allerletzten Souveniers und Dutyfreezeug werden eingekauft. Das Gepäck wird bis München eingecheckt. (dämlicherweise hat die Checkintusse uns für den Flug Frankfurt – München an getrennten Fensterplätzen eingetragen) Abflug um 15.10 Uhr nach Johannesburg. Landung 17.30 Uhr. Abflug nach Frankfurt 19.30 Uhr. Kommt unser Gepäck mit?

18.06.08 Ankunft nach 11 Stunden in Frankfurt. Unsere Mitbringsel in Form von Spirituosen will die Kontrolle nicht durchlassen, obwohl wir damit in Windhoek eingecheckt haben und in Johannesburg einer weiteren Kontrolle unterzogen wurden. Er habe die Gesetze nicht gemacht meint ein hochqualifizierter Kontrolleur und verweist uns an den Gepäckcheckin der Lufthansa. Extra Verpackungsmaterial hat man dort nicht. Auf die dünne Nylontasche, die wir als Handgepäck mitführen schreibt man behelfsmäßig "FRAGILE!!". Angenommen wir wären, wie ursprünglich vorgesehen, von Johannesburg nach München geflogen, hätte es kein „Theater“ um unsere flüssigen Mitbringsel gegeben. Mit der Checkintante haben wir den Sitzplatzfehler von Windhoek korrigieren lassen. Jetzt nur noch 3 Stunden auf den Flieger nach München warten. Abflug Frankfurt - München um 9.20 Uhr, Ankunft in München um 10.10 Uhr. 11.35 Das Gepäck ist da. Ist unser Handgepäck unbeschädigt. Die Koffer haben gelitten, ein Halteband fehlt und ein Reißverschlußschließer ist abgerissen. Mit der S-Bahn geht es zum Urlauberparkplatz, das Auto steht noch da. Jetzt schnell zurück zum Flughafen, Gepäck einladen und nach Landsberg fahren. Wir fahren wieder auf der „richtigen“ Straßenseite. Um 13.30 Uhr erreichen wir Landsberg und sind saumüde. Wir sind jetzt 30 Stunden auf den Beinen, meine tragen immer noch Stützstrümpfe. Jetzt wird alles verarbeitet.

Wir freuen uns schon auf eine weitere Namibiareise. .

Rundreise mit Nomtsas Safaris durch Namibia – September 2006

Windhoek 22.09. – drei unglaubliche Wochen in Namibia lagen hinter uns.

Der Abschied fiel schwer und auf dem Rückflug liefen all die vielen Erlebnisse nochmals in meiner Erinnerung ab. Wenn ich einen Bericht schreiben würde, womit sollte ich anfangen – womit aufhören? Ich wusste es nicht.

Wir bekamen einen Eindruck von der Kalahari, dem Fish River Canyon, der rauen Atlantikküste, der Namib mit ihren gewaltigen Dünen, dem Damaraland, den Ugab – Terrassen, der Etosha Pfanne und dem Waterberg. Staunend standen wir vor den Jahrtausendealten Felsgravuren bei Twyfelfontein und waren fasziniert von den prächtigen Sonnenaufgängen oder schauten mit dem „Sundowner“ in der Hand in Gedanken versunken - u. a. in der Nähe der Fingerklippe - der untergehenden Sonne zu.

Im bequemen und klimatisierten VW-Allradbus fuhren wir durch schier endlos erscheinende Wüsten, Steppen und Savannen. Unser Blick konnte sich oft nicht lösen von den traumhaft schönen Bildern. Immer wieder zogen neue geologische Formationen an uns vorbei, hob sich die Silhouette einsamer Akazien, Köcherbäume oder Bergkastanien vor weiten Ebenen oder bizarren Felslandschaften und Tafelbergen ab. Und dann die vielen Wildtiere, die uns unterwegs in der Kalahari, auf Nomtsas, an der Küste und selbst in der Namib begegnet sind! Neben den weit verbreiteten Springböcken sahen wir Kudus, Oryx, Giraffen und Zebras.

An der Südatlantikküste bekamen wir auf unseren Bootstouren bei Lüderitz und Swakopmund zu spüren, dass Afrika nicht nur Sonne sondern auch Nebel und nasskaltes Wetter zu bieten hat, was die Brillenpinguine, Pelikane, Robben und Delphine jedoch überhaupt nicht störte. Ganz besondere Höhepunkte waren die Begegnungen mit einer Herde Wüstenelefanten in der Nähe der versteinerten Dünen, mit zwei kämpfenden Oryx Bullen auf dem Weg zum Sossus-vlei sowie mit einem Waran und einer Zeltschildkröte auf einer Straße in der Kalahari.

Wildnis pur erlebten wir auf Hobatere, wo Warzenschweine und Elefanten durch das Gelände der Lodge streiften und wir Wildbeobachtungen am Wasserloch vom Hochsitz aus genießen konnten. Auch das über Nacht anhaltende Löwengebrüll war (außer für Tiefschläfer!) nicht zu überhören. Dank Alberts „Adleraugen“ übersahen wir zum Glück selbst die Chamäleons in den Bäumen nicht!

Der Etosha Park mit seinem riesigen Wildbestand stellte einen krönenden Höhepunkt unserer Reise dar. Faszinierend war die Beobachtung einer Gruppe junger Löwenmännchen, die in einem alten abgestorbenen Baum am Wasserloch zunächst dösten, dann die trinkenden Tiere belauerten und nur einen „Katzensprung“ von einem reichhaltigen Mahl entfernt waren, dann aber doch kein Jagdglück hatten, da die Kudus die Gefahr witterten und sich gemeinsam mit Impalas und Steinböckchen mit gewaltigen Sprüngen in Sicherheit brachten. Pech für die Löwen – vielleicht waren sie aber auch nicht wirklich hungrig. Zwei Giraffen beobachteten die Szene – ebenso wie wir - aus sicherer Entfernung. Auch dem nächtlichen Gerangel zweier Nashornbullen um ein Weibchen – das für beide kein Interesse zeigte und nur Sorge um sein Junges hatte – folgten wir mit großer Spannung. Aber eine der größten Überraschungen für uns war die reiche Vogelwelt in diesem doch so trockenen Land. Mit viel Geduld und Enthusiasmus wies uns Albert immer wieder auf neue Raritäten hin, wiederholte zum x-ten Male die exotischen Namen (z. B. Weißbürzel-Singhabicht) und war sichtlich erfreut als unsere Aufmerksamkeit langsam geschärft war und wir ihn auf einen gefiederten Freund am Wegesrand aufmerksam machen konnten! Nur einmal fand Ulli die Vögel gar nicht lustig – als er auf Hobatere beim Frühstück in der „Toko-Einflugschneise“ zur Müslifutterstelle saß!

Viele wunderschöne Bilder sind auf dieser Tour entstanden, von denen einige in der Vogelga-lerie der Internetseite von Nomtsas zu sehen sind – so z. B. der Kapgeier bei Dordabis oder die Dünenlerche bei den versteinerten Dünen. Und Albert hatte Recht – Vögel sahen wir nun mit anderen Augen und das Wort Lerche würde nie wieder dieselbe Bedeutung für uns haben wie zuvor.

Zum Ende der Reise besuchten wir Okonjima – wo man sich dem Schutz afrikanischer Katzen widmet. Die Leoparden, Geparde, Löwen aber auch Stachelschweine, Honigdachse und die seltenen Wildhunde aus der Nähe zu sehen war nochmals ein ganz besonderes Erlebnis. Natürlich sahen wir auch Schlangen - wie z. B. die Sandviper sowie eine Peitschenschlange – perfekt passen sie sich an ihre jeweilige Umgebung an. Und zum Glück hatte auch Alberts Begegnung mit einer Zebraschlange ein gutes Ende!

Wir erlebten den Kontrast zwischen dem weiten kaum besiedelten Land mit seinen riesigen Farmen und geschichtsträchtigen Orten wie Lüderitz oder Swakopmund sowie Städten wie Tsumeb und Windhoek. Auf den Gästefarmen Kiripotib und Nomtsas wurden wir mit großer Herzlichkeit empfangen, köstlich bewirtet und bekamen einen Eindruck von der harten Farmarbeit. Daneben erfuhren wir viel über Land und Leute – auch die verschiedenen in Namibia lebenden afrikanischen Völker - und bewunderten die Kunstfertigkeit der Frauen im Selbsthil-feprojekt Penduka in Katutura, der Teppichweber auf Kiripotib, der Herero Frauen - die ihre selbst genähten Puppen am Straßenrand verkauften sowie der Holzschnitzer auf den Straßen-märkten. Selbstverständlich kam auch Ute bei verschiedenen Gelegenheiten auf ihre Kosten und konn-te ihre Mineraliensammlung komplettieren und um einige schöne Stücke ergänzen.

Etwas nachdenklich standen wir vor dem Hoba-Meteorit – kaum zu fassen, dass so ein ca. 50 Ton-nen schwerer „Klumpen Eisen“ einfach vom Himmel fällt! Beeindruckend für uns alle war die ungewöhnlich vielfältige, an die Wüste angepasste Pflanzenwelt, die wohl in diesem Jahr auf Grund des vielen Regens besonders üppig zu bewundern war. Besonders exotisch waren ohne Zweifel die Lebenden Steine und die Welwitschia mira-bilis.

Nebenbei hatten wir auch noch was zu feiern – extra für Ralf gab das Personal der Namib Desert Lodge zu seinem 51. ein tolles Geburtstagsständchen zum Besten. Und auch unser 20. Hochzeitstag in der Twyfelfontein Lodge wurde zum Dinner von den Angestellten musika-lisch untermalt und in fröhlicher Runde begossen.

All das wäre in seiner Vielfalt ohne die herzliche und professionelle Begleitung von Albert mit seinen umfangreichen botanischen Kenntnissen und seinem fundierten geologischen Hin-tergrundwissen nicht erlebbar gewesen! Die entspannte und offene Atmosphäre in unserem Team war für uns alle sehr angenehm. Schöne Unterkünfte mit sehr gutem Essen (wir vier haben ca. 10 kg zugenommen!) rundeten das Ganze ab. Auch der äußerst robuste VW-Bus und Alberts routinierte Fahrweise trugen zum Gelingen der gesamten Tour bei – kurz vor Rei-seende hatten wir wohl fünf Schutzengel als ein verängstigter Kudu plötzlich hinter einem Busch auf die Straße sprang! Nach diesen drei erlebnisreichen Wochen war es schwer wieder in den Alltag mit seiner Hek-tik zurückzukehren. Eines steht für uns fest – Afrika kann süchtig machen und es gibt noch so vieles zu entdecken – die Erongo Berge mit der Spitzkoppe, das Kaokeveld, die Skelettküste, den Caprivistreifen, Botswana, Südafrika

… Also dann auf ein Neues und zwar so bald wie möglich – sagen Birgit, Ute, Ralf & Ulli!

Ornithologie im Nordosten - Oktober 2006

Oktober ist vielleicht etwas früh, aber die ersten Zugvögel waren schon da und wir beschlossen ihnen etwas entgegen zu fahren.

Nomtsas Safaris - Reiseberichte Der Nord-Osten Namibias ist in der ganzen Afrikaromanze mit Dickhäutern und Büffeln leider wenig erwähnt – oder eher, zum Glück, denn uns bleibt immer noch dieses kleine echte Stück “echtes Afrika”.
Obwohl dieser kleine Streifen nach einem deutschen Kanzler benannt wurde, wirkt der Name Caprivi doch sehr afrikanisch und verwirklicht auch genau dieses. Als Reiseleiter hat man recht schnell die Botanik und Vogelwelt des zentralen Namibia eingespeichert, doch im Caprivi schlägt ein jedes Herz etwas schneller, hier gibt es noch viel zu lernen, verdammt viel, denn hier lebt auch viel und dauernd öffnen sich neue Welten.

Wir sind jedoch wegen unseren gefiederten Freunden hergefahren. class="main">Nomtsas Safaris - Reiseberichte Als mein Wagen am Ufer des Okavango hielt, wich die kühle mit Musik gefüllte Fahrtluft schnell dem warmen feuchten Klima Afrikas. Über uns ging es gleich los, denn Weißbürzel-Drosslinge machen keinen Hehl aus ihrem Unbehagen wenn Besucher kommen.
Schnell schlugen wir ein paar Netze auf um möglichst viele Ringe verteilen zu können. Sie sollten verstehen, daß die Vogelwelt Afrikas leider noch recht unerforscht ist und das sammeln sämtlicher Daten unbedingt notwendig geworden ist, diese Tiere vor dem Übel der Menschheit zu schützen.
Da es schon spät war hatten wir auch prompt das große Glück einen kleinen Kapkauz zu befreien, dessen Dokumentierung dann von einer Weißgesicht Ohreule gestört wurde. Der Abend war gelaufen und die Sucht nach einem kühlen Weißwein trieb uns an die Kühlkiste.
Am frühen Morgen konnte ich herrlich aus dem Zelt einige Schieferschnäpper Muscicapa caerulescens beobachten. So komisch es auch klingt, wir haben dann zwei Stunden an den Clearanlagen Rundus verbracht. Das kleine Watgebiet lieferte herrliche Resultate, denn als wir das Tonband ablaufen ließen, reagierte die sonst so scheue Kapralle Rallus caerulescens mit lautem Protest und zeigte sich sogar kurz. Der Sumpfbuschsänger Bradypterus baboecala zeigte sich auch kurz. Sonst freuten wir uns an Hottentottenenten, Klaffschnäbel, einem Gartenrohrsänger Acrocephalus baeticatus und der Angola-Mönchskuckuck Centropus cupreicaudus saß mit seinem Partner auf einer entfernten Akazie.

Die Fahrt ging dann weiter Richtung Osten – immer dem Okavango entlang. Uns fiel auf, wie stark sich die Menschheit hier sichtbar macht und wie Afrika immer mehr und mehr von der Armut regelrecht aufgefressen wird und langsam stirbt. Hier fehlt es nicht an Mitteln oder Möglichkeiten, es sind ganz einfach zu viele Menschen und Kinder in Afrika. Schön sind die menschenarmen Gegenden, wo der Manketti Schinziophyton rautanenii noch in dichten Wäldern steht und das Buschwerk noch mit Spinnenweben durchzogen ist, wo die Akazie noch kratzt und noch kein Rauch in der Luft liegt.

Nomtsas Safaris - Reiseberichte Da wir in Namibia noch mit solchen Stellen gesegnet sind, hielten wir auch regelmäßig um „zu finden was da ist“. Zwischen den herrlichen Mankettiwäldern entdeckten wir einige Gelbkehlsperlinge Petronia superciliaris, die ich gern Petronien nenne – weil der Name schön ist – denn auch ein Spatz kann schön sein. Plötzlich der markante Ruf des Streifenliest Halcyon chelicuti, wer ihn kennt weiß dies auch zu schätzen; der Kerl ließ sich sogar fotografieren, da waren mir die Kratzer egal. Ein alter Bekannter, der Damaratschagra Tchagra australis, begrüßte uns kurz als wir den ersehnten Bradfieldtoko oder Felsentoko erkannten – wir waren endlich im Caprivi.
Der heiß ersehnte Grünkappen-Eremomela Eremomela scotops zeigte sich erst nach dem dritten Lockversuch, dafür tänzelten die kleinen Streithähne lustig vor unseren Objektiven herum, Photograf sein kann echt schwer sein, wer langsam ist hat schon verloren. Unterwegs hielt ich kurz für einen Fahlschnäpper Bradornis pallidus, während Steve Braine schon einen Graubürzel-Singhabicht Melierax metabates am Mausekasten hatte. Der Tag wurde einfach immer besser – Ring dran, messen, aufschreiben, schnell Foto machen und auf Wiedersehen.
Auch wir haben uns an den Ausdruck „geil“ gewöhnt, denn wenn man ein Amethystglanzköpfchen Chalcomitra amethystina vor der Linse hat, kommt gar kein andere Ausdruck mehr zur Geltung. Ein mancher Orni hat sich nach der Spatelracke Coracias spatulata schon die Augen aus dem Kopf geschaut. Ich weiß nicht ob wir immer Glück haben oder einfach nur gut sind, aber gefunden haben wir die Kerle, gleich fünf davon – sie reagierten sogar auf den Lockruf. Interessant sind auch die kleinen Weißflankenschnäpper Batis molitor, da sie oft als Priritschnäpper durchgehen, aber wer hinschaut wird belohnt.
Der Rotschwanz-Zistensänger Cisticola rufilatus, plädierte laut seines Reviers in einem schönen Kiaatbaum Pterocarpus angolensis, welche leider schwer unter der Abholzung leiden. Die schöne Schale von der Tante aus Afrika stammt nämlich fast ganz sicher von diesem Baum – nur wurde keiner nachgepflanzt als er fiel.

Nomtsas Safaris - Reiseberichte Steve deutete nach oben und wir waren uns einig, die „Zweisekundenschau“ des vorbeifliegenden Greifs wurde von einem Afrikanischen Baumfalken Falco cuvierii geliefert. Sie kennen doch den Pirol. Der Europäische kommt uns auch besuchen im Sommer, gesehen haben wir auf dieser Reise allerdings den Maskenpirol Oriolus larvatus, der Name allein sagt ja schon viel über die Schönheit dieses Vogels aus – jetzt müssen Sie nur noch kommen und sich den Vogel auch anhören… and you will see what I am talking about.
Die kleinen Großen Pünktchenamaranten Lagonosticta nitidula am Okavango verdienen auch eine Erwähnung. Den Weißbrust-Raupenfänger Coracina pectoralis habe ich nur gehört, die Gruppe meinte ihn gesehen zu haben, Vorteil des Zweifels, dafür waren wir Bushwacker mit einem Scharlachweber Anaplectes rubriceps wieder im rennen. Ankunft am Mahango Nationalpark – das zelten ist doch oft lästig, vor allem wenn man beim aufschlagen die besten Fotomomente verpasst. Innerhalb kürzester Zeit hatten wir Zwergspint Merops pusillus, Weißbürzeldroßling Turdoides hartlaubii, Weißstirnspint Merops bullockoides, Amethystglanzstar Cinnyricinclus leucogaster, Meves-Glanzstar Lamprotornis mevesii, Senegaltaube Streptopelia senegalensis, Angolaturteltaube Streptopelia decipiens, Lappenstar Creatophora cinerea, Grünschwanz-Glanzstar Lamprotornis chalybaeus, Weißbrauenrötel Cossypha heuglini, Goldbugpapagei Poicephalus meyeri, Weidelandpieper Anthus cinnamomeus, Mohrenralle Amaurornis flavirostris, Schwalbenschwanzspint Merops hirundineus, Nachtflughuhn Pterocles bicinctus, Halbmondtaube Streptopelia semitorquata, Bronzeflecktaube Turtur chalcospilos und den Luapula-Zistensänger Cisticola luapula entweder vor der Linse, in der Hand oder haben hinterhergeschaut.
Richtig super war die Leichtsinnigkeit eines wunderschönen Kleinen Bindennektarvogels Cinnyris bifasciata, sich in unser Netz zu verirren. Da es recht kühl war, durfte er auch etwas geduldiger sein bis alle Photografen mit ihm fertig waren. Am knisternden Feuer wurde dann die Atmosphäre etwas melancholisch, da ein jeder von uns viel zu selten an einem Feuer in Afrika sitzt und dann immer die Sehnsucht nach Afrika in einem wächst – komisch, aber so ist es. Erleichtert wurde die Stimmung, als Steve tanzend mit einem Woodfordkauz Strix woodfordii, erschien. Wir hatten schon nicht mehr an die Netze geglaubt und wollten schon abbrechen, als sich dieser Teddybär doch noch zu uns gesellte.

Am nächsten Morgen haben wir einen Strauss gesehen, obwohl ich im zentralen Bereich keine Strauße mehr zu einem „Anhaltegrund“ klassifiziere, sind die Vögel hier doch recht selten. Als wir einen Braunkehlweber Ploceus xanthopterus beobachteten, flog schnell ein Miombopieper Anthus nyassae vorbei. Wir erreichten eine wunderschöne Stelle am Kwando. Hier zelten wir schon viele Jahre, aber es waren auch schon andere da – uns wurde klar, daß Afrika nicht nur uns gehört und jeder die Freiheit hat an solche Stellen zu fahren – wir sind halt eigen.

Nomtsas Safaris - Reiseberichte Im Lager zeigten sich Schopffrankoline Dendroperdix sephaena und Vaalpieper Anthus vaalensis. Der Halsband-Bartvogel Lybius torquatus und Schreiseeadler Haliaeetus vocifer rückten unsere Köpfe immer wieder nach oben. Der Braune Schlangenadler hatte leider keinen Bock auf Maus und wir schauten nur verdutzt wie sich der mächtige Kerl in die Luft schwang und uns zum Besten hielt.
Ich machte dann noch mit Louise ein verschwommenes Bild von einem vorbeifliegenden Rotbauchreiher Ardeola rufiventris und verwechselte einen Purpurreiher Ardea purpurea mit einem Graureiher – peinlich, er war im Flug und zu weit, hätte lieber den Mund halten sollen. Der Kardinalspecht Dendropicos fuscescens lenkte willkommen ab und zeigte uns sogar sein Weibchen. Wir sahen auch einen Zimtroller Eurystomus glaucurus in weiter Ferne. Schön war dann noch der Haubenbartvogel Trachyphonus vaillantii, eine Rahmbrustprinie Prinia subflava, der Kleine Honiganzeiger Indicator minor, einige lautstarke Braundroßlinge Turdoides jardineii, das Swainsonfrankolin Pternistis swainsonii, zwischende Graurücken-Grasmücken Camaroptera brevicaudata und ein Meisenschnäpper Myioparus plumbeus.
Die Nacht war für viele die Hölle, da es hier Glockenfrösche gibt – viele davon – und mit ruhig einschlafen ist dann nichts.

Schon während des ersten Kaffees verfingen sich ein Gelbbrust-Feinsänger Apalis flavida und ein Orangewürger Telophorus sulfureopectus im Netz; so durfte es ruhig weitergehen.
Eine kurze Wanderung brachte uns an eine kleine Gruppe Kudus, die ja als solche schon sehr dekorativ sind, aber es gab noch Nachtisch – auf den Kudus befanden sich Rotschnabel-Madenhacker Buphagus erythrorhynchus, eine willkommene Abwechslung zum Gelbschnabel-Madenhacker, den wir öfters beobachten dürfen. Ein Hagedasch-Ibis Bostrychia hagedash protzte noch etwas mit seinem glänzenden Flügel als wir auch schon wieder weiter mußten.
Leider weiter heißt es immer. Man fragt mich oft, wie lange Zeit man denn so brauch um Namibia kennen zu lernen, da kann ich immer nur sagen: “Ich bin hier geboren, im Feld aufgewachsen, führe schon elf Jahre und kenne das Land immer noch nicht“. So zum Beispiel war ich schon mindestens hundert Mal im Etoschapark und jedes Mal freue ich mich wieder darauf, da es wirklich immer anders ist und man immer wieder etwas Neues zu sehen bekommt.
Wussten Sie eigentlich wie schwer es sein kann einen Drongoschnäpper Melaenornis pammelaina zu finden? Die Fahrt nach Katima Mulilo war kurz. Den gewünschten Sperberbussard haben wir nicht gefunden und sind zum Trost ein Bier trinken gefahren. Um nicht zu sozial zu werden, haben wir dann mit viel Selbstdisziplin das Lokal verlassen (wir haben Freunde getroffen) und sind an den Zambezi gefahren.
Auf der Bootsfahrt schwärmten millionen von Scharlachspinten Merops nubicoides aus den Uferbänken. Es war ein seltenes Erlebnis beobachten zu können, wie die Vögel ihre Löcher graben. Nilwarane lagen faul am anderen Ufer und freuten sich auf die Eier, die Welt ist ungerecht. Derweil wir um die Länge eines Krokodils diskutierten, fand sich ein Papyrusrohrsänger Acrocephalus rufescens im dichten Papyrus und machte seinem Namen Ehre. Die weiten schneeweißen Uferbänke bieten dem Braunmantel-Scherenschnabel Rynchops flavirostris den geeigneten Brutplatz. Der Scherenschnabel fliegt dicht über der Wasseroberfläche und zieht seinen unteren Schnabel durch das Wasser; berührt er einen Fisch schnappt der Schnabel zu und der Vogel wird satt faszinierend zu sehen – ein Alptraum zu fotografieren.

Nomtsas Safaris - Reiseberichte Im Netz fingen wir zwei Stimmungsmacher; einen Braunen Bartheckensänger Cercotrichas quadrivirgata und dann kam die Bescherung – der Graukopfwürger Malaconotus blanchoti wollte nicht gefangen sein und machte davon kein Geheimnis. Da man nun wirklich nicht immer aufpassen kann, hat er mir etliche fetzen Haut abgenommen. Als der Ring dran und der Bürokram erledigt waren, waren er sowie auch ich sehr erleichtert. Das reicht erstmal…. Es bleibt einfach ein gigantisches Vorrecht, ein Reiseleiter in Namibia zu sein. Oft bedanken sich meine Gäste dafür, so viel gesehen und erlebt zu haben, dabei liegt es einfach an der Natur, die uns umgibt. Ich habe dankbar zu sein.

Albert Voigts von Schütz

Natural History Tour: Northeastern Namibia - Caprivi Strip

Nomtsas Safaris - Reiseberichte

This was an excellent tour. From the moment Albert met us at Windhoek airport and took us to Eros Hills we felt at home with a friendly, interested and interesting guide who was going to ensure an exciting and varied tour.

An "appetiser" in the afternoon at Okapuka lodge was followed the next day by a drive to Vinger Klip with its fascinating cliffs and pillars. Three subsequent days and nights at Hobatere Lodge enabled us to sample a wide range of fauna, two drives in the day and one at night giving ample opportunity. It was here that we experienced such rarities as lesser spotted genet and the ringing and recording of birds by Steve Brain.

Crossing Etosha from west to east took three days and the same number of lodges. Albert's extensive knowledge - as well as navigational skills - helped us to sample so many mammals and birds in so many different settings. Seeing rhino, giraffe and zebra at the waterholes was wonderful but finding and observing Kirk's Dik-dik in its natural habitat was particularly thrilling for me.

The last section of the tour was spent beside and on rivers in the Caprivi Strip. Each location offered different perspectives and opportunities.

Again, I recall King's Den on the Chobe River with especial affection. Elephant and hippo were always on hand. It was our good fortune to witness a bull elephant traversing the water, gradually disappearing altogether but for its "periscope" trunk and reappearing in all its dark satin glory.

Our tour finished at Victoria Falls, a fitting closure in many ways but the abiding sentiment was the wish to continue or start again, with the same guide and company. Throughout the fortnight we had seen (and heard !) so much and learned even more and, it has to be said, largely due to Albert's guidance. He had responded readily and positively to requests, ideas, needs and, above all, questions.

We look forward to another trip in as near the future as possible.

Best wishes, Chris & Anthea

The Quest for Herero Chat in the Namib Desert

Nomtsas Safaris - Reiseberichte

The Quest for Herero Chat (Namibornis Herero) You all know the feeling, if you really „have to see a bird“, it becomes harder and harder to track it down. Once you have seen it though, they pop out everywhere around you. Well this story nearly had a very unhappy ending.

Although I have Herero Chat on my list already, my friend Andrew sent me this great pic of „his“ Herero Chat, I wanted one as well… its just the way it works. Of we went; the desert was waiting. The Spitzkopje, a dome shaped mountain (1700m high) protruding the flat gravel plains of the Namib Desert like a sore thumb. This is the home of one of Namibia’s most sought-after birds, the Herero Chat. Although described as locally common, it can become a considerable mission to track them down. And the search was a great one.

These gigantic domes of bulbous red granite have attracted people over thousands of years already and it remains a mystical and very special place for those going through the trouble of reaching it. … Even if you have been there a hundred times, it always feels like…wow... the first time.

Nomtsas Safaris - Reiseberichte This is truly great birding territory.

I had my fire going way before dawn already, since a melodic Bokmakierie (hence its name) woke me to rise and look at it. Chestnut-vented Tittbabblers are common, but a Layard´s was my first this morning. This was a good start, or so I thought. White-tailed Shrike, Monteiro's Hornbill, Dusky Sunbird, Mountain Wheatear, Brubru, Pririt Batis and many others kept me amazed and most importantly did they keep my hopes up, but the Chat remained absent. My eyes grazed every Acacia, Combretum or other scrub, tree or creeper next to every boulder this mountain had to deliver; my thoughts turned on what I had done wrong to “not see” this bird again. It did occur to me, that many birders seek up these rocks to find them and probably all used recordings to call them in, so they might be heavily taped. I saw no use a tape this morning and kept on using sight only. Ok, the Long-billed Pipit really made my day... and when Augur Buzzard and Booted eagle kept circling above me I did realize how lucky I was to be there. A truly nice experience was to discover a Pearl-spotted Owlet perching quite near me. The wind did spoil our birding-afternoon a bit, but a glass of cold white wine next to a crackling fire ended the day just fine. Barn owl was heard and seen well.

I stood up even earlier this time and planted myself right in an undisturbed corner of granite outcrops and lower scrub vegetation… this is what they love and this is where they live. A row of Swallow-tailed Bee-eaters sunning themselves had my attention when a chat-like jizz caught my eye – and there it was – no, sorry, let me rephrase, there they were. As if they have never been anywhere else. As if they wanted to reward me for the previous schlep to find them.

The Herero Chat couple even sat out a photo-session and gave me the best of their beautiful song… what a moment. We did do a scenic walk after breakfast to the infamous „Bushman's Paradise “. A place I have visited ever so often always to be the only visitor around. I guess this is what makes Namibia so special – the feeling of rediscovery and solitude – and of course great birding.

Bird list – Spitzkopje at 29+30/6/2006: Dusky Sunbird, Rock Kestrel, Mountain Wheatear (Chat), Speckled Pigeon (Rock), Bokmakierie, Brubru, Ashy Tit, White-tailed Shrike, Common Fiscal, please note: Lanius collaris subcoronatus with white eye-brow, Scaly-feathered Finch, Bradfield's Lark, Black-chested Prinia, Guineafowl, Marico Sunbird, Booted Eagle, Yellow-bellied Eremomela, Red-eyed Bulbul, Pririt Batis, Pale-winged Starling, White-browed Sparrow-Weaver, Brown-crowned Tchagra, Grey Go-away-bird, Long-billed Crombec, Lark-like Bunting, Layard´s Titbabbler, Chestnut Weaver, Violet-eared Waxbill,Laughing Dove, Pied Barbet, Namaqua Dove, Fork-tailed Drongo, Common Scimitarbill, Rock Martin, Cape Bunting, White-throated Canary, Monteiro's Hornbill, Black-faced Waxbill, Long-billed Pipit, Rosy-faced Lovebird, Black-throated Canary, Southern Masked Weaver, Chestnut-vented Titbabbler, Red-faced Mousebird, Cape Turtle Dove, Pearl-spotted Owl, Barn Owl, Herero Chat, Swallow-tailed Bee-eater, Familiar Chat, Augur Buzzard, Cape Wagtail, Pale Chanting Goshawk, Double-banded Courser.

Das Lilienvlei auf Sandhof (2006) Nomtsas Safaris - Reiseberichte

Liebe Leute,
Nach einer verdammt langen sehr trockenen Zeit hat sich unser Land wieder wie eine Blüte nach langem Erwarten geöffnet… nein, es waren und sind nicht nur eine Blüte, es sind Milliarden.

Nomtsas Safaris - Reiseberichte Ihr habt es schon erraten, die großen Regen sind endlich endlich endlich da, es wurde auch „höchste Eisenbahn“, wie mein lieber Vater sagt. Am Wochenende haben Freunde und Familie mich nach Sandhof, eine Farm in der Nähe Maltahöhe, begleitet.
Das 800 Hektar große Vlei am Haus füllte sich mit Wasser und dann passiert das Weltwunder; tausende Pflanzen der Familie Amaryllis fangen an zu wachsen und blühen nur 3 bis 4 Tage lang.
Die lilienähnlichen Blumen, Crinum crinum paludosum, ein Nachtschattengewächs, erscheinen nur über dem sonst kahlen Boden, wenn das Vlei wenige Zentimeter unter Wasser steht. Der durchschnittliche jährliche Regenfall auf der Farm beträgt 150 mm, aber über diese Zahl wird in diesem Jahr nur gelächelt.
Mit den Blumen erscheinen eine etwa fünf Zentimeter große Rüsselkäferart, besonders schön gepunktet und immer am fressen… deshalb sind die auch „voll schwer“, wie mein Freund Christoffer bemerkte. Die Rüsselkäfer sind echt eigenartig, sie sind passiv, langsam, wie unter Drogen und fressen einfach nur; meiner Meinung nach sind die von all den Amaryllen (wir sagen einfach Lilien) schon ganz high.

Die Sache mit dem Lilienvlei bei Sandhof hat doch für sehr viel Wirbel gesorgt. Ich habe mich sehr über Euer Interesse gefreut. So stark waren die Nachfragen, daß ich mich letztendlich selbst für die Natur interessierte (das war ein Scherz…) Jetzt kommen ein paar Tatsachen und für viele Südwester auch traurige Nachrichten. Die vielen Geschichten rundum die besondere Lilie und den besonderen Käfer, die hier im Land ihre Runde machten, in der Zeitung standen und alle so fasziniert haben – ja, sorry liebe Leute, jetzt kommt´s – sind nicht wahr. Ich habe heute tüchtig im Museum und Botanischem Institut gewütet, nur um zu erfahren, daß die Crinum crinum paludosum (also die berühmte Lilie von Sandhof) auch im Norden Namibias wächst und wohl auch in Botswana schon gesichtet worden sei.
Auf der Farm „Wewelsburg“ bei Otjiwarongo sind diese sogar regelmäßiger zu sehen als auf Sandhof. Es gibt sie also noch woanders, aber wenigstens nicht überall. Nächster Fall: Der Käfer, der scheinbar so selten und endemisch und „nur auf Sandhof“ zu finden ist, daß – so wurde es mir auch schon erzählt – er noch nicht einmal einen echten Namen hat.
Die Wahrheit ist, daß der Rüsselkäfer Brachycerus ornatus heißt, zur Familie Curculionidae gehört und im ganzen südlichen Afrika recht häufig vorkommt. Er ist auch gar nicht so nahrungsspezifisch wie seine Gattungsgenossen, sondern frisst gern auch an den anderen Liliacae – Arten. Der Käfer lebt eigentlich nur zum fressen, paaren und Eierlegen. Aus dem Ei, welches er in den schlammigen Boden legt, kriecht eine kleine Larve, die sich den Bauch an der bis zu 20 cm dicken Knolle/Zwiebel Vollfrist und sich dann außerhalb der Zwiebel verpuppt. Diese Puppe hat dann Zeit – bis zu 14 Jahre – und wenn das Vlei Wasser führt, dann schlüpft Herr Brachycerus ornatus und beglückt alle Besucher des Vleis mit seinen roten Punkten und langem Gesicht.

Wenn die Lilien verschwinden sind die Käfer auch weg… und es kommen wieder die Zeiten, wo wir alle nur von Zeiten wie diesen träumen.